Wenn der Regen ausbleibt, müssen Freilandsaaten wie Chicorée, Erbsen, Möhren, Pastinaken, Porree, Rettiche und Rote Rüben ausreichend gegossen werden. Zudem können Mangold, Salate und alle Kohlsorten sowie Kräuter wie Borretsch, Dill, Petersilie und Schnittlauch und Sommerblumen wie Cosmeen, Malven, Mohn, Ringelblumen, Sonnenblumen und Studentenblumen jetzt direkt ins Beet gesät werden.
Buschbohnen, Fenchel, Kapuzinerkresse, Indischer- und Neuseeländerspinat und Stangensellerie sollten mit Vlies geschützt werden. Astern, Wicken und Zinnien benötigen ebenfalls nach der Aussaat etwas Schutz. Wo immer die Saaten auflaufen, sollten zu dicht stehende Jungpflanzen vereinzelt werden.
Im Gewächshaus werden die vorgezogenen Auberginen, Chili, Gurken, Paprika und Tomaten gepflanzt. Auf dem hellen Fensterbrett können Melonen und Kürbisse in die Anzuchtgefäße gesät werden. Auch für Kräutersaaten von Basilikum, Bohnenkraut, Koriander, Majoran, Minze, Thymian und Zitronenmelisse ist das der richtige Ort.
Sobald die Kulturpflanzen kräftig genug sind, kann mit dem Mulchen begonnen werden, um die Beete vor unnötiger Austrocknung zu schützen. Hierbei leistet frischer Rasen- oder anderer Grünschnitt gute Dienste.
Mähfreier Mai hilft Bienen, Insekten und Schmetterlingen
Zwischen Erdbeeren hat sich Stroh als Mulchmaterial bewährt. Je trockner das Mulchgut ist, desto dicker darf die Mulchschicht ausfallen. Regelmäßige Kontrolle auf Schnecken und deren Gelege hilft Fraßschäden einzudämmen. Absammeln ist die natürlichste Form der Schneckenbekämpfung. Selbst Bio-Schneckenkorn schadet auch Schnegeln und Gehäuseschnecken und ist deshalb nicht zu empfehlen.
Der umsichtige Gärtner hat im Mai schon einiges zu ernten. Neben grünem Spargel und Rhabarberstangen reifen erste Salate, Rauke, Schnittlauch und Zwiebelgrün. Auch die blauen Früchte der Kamtschatkaheckenkirsche (Lonicera caerulea var. Kamtschatica) sind nun reif und machen damit ihrem Beinamen „Maibeere“ alle Ehre.