Görrieser Bach e.V.
Tipps für den Garten
zurück zur Übersicht
Verfasst am 07.05.2026 um 15:49 Uhr

Gartentipp Mai

Immer mehr Kleingärtnerinnen und Kleingärtner entdecken die Mischkultur für sich. Es gibt verschiedene Methoden der Mischkultur. Kern dieser Anbaumethode ist immer, dass Pflanzen, die in guter Nachbarschaft gedeihen, miteinander kombiniert werden. Nicht selten schützen solche guten Nachbarn sich auch gegenseitig vor Schädlingsbefall.

Für den Kleingarten besonders gut geeignet ist die Reihenmischkultur. Der Pflanzplan wird nach den Vorlieben der Gärtnernden aufgestellt und berücksichtigt alle bekannten positiven Wechselwirkungen. Die Reihenmischkultur ist in Deutschland untrennbar mit dem Namen Gertrud Franck (1905-1996) verbunden. Diese Bioanbaupionierin und Sachbuchautorin entwickelte die Reihenmischkultur zu einem System immergrüner Wirtschaft mit Bodenbedeckung. Die Methode fußt auf Liniensaaten mit Spinat als Vorsaat. Der Spinat wird später gehackt und bleibt als Mulchschicht liegen. Für die exakte Markierung werden Pflanzschnüre verwendet. Daran werden die Saatrillen gezogen bzw. die Jungpflanzen gesetzt. Der einmal aufgestellte Reihenplan mit einem Abstand von 50 Zentimetern rückt in jedem Jahr um 25 Zentimeter weiter. Wobei die letzte Reihe an die Stelle der ersten Reihe gesetzt wird. Die gesamte Beetfläche wird ohne Wege angelegt.

Ringelblumen zwischen den Reihen helfen gegen Nematoden


Die Reihen werden wie folgt belegt: Reihe A Hauptkultur (Langzeitkulturen) wie z. B. Tomaten oder Kohl. Den Hauptkulturen sind die Mittelreihen B (z. B. Pastinaken, Blumenkohl) und Kurzzeitreihen C (z. B. Salate, Spinat, Zwiebel, Kohlrabi) im Muster C-A-C-B-C-A-C zugeordnet.  Zum Betreten des Beetes dienen Holzbohlen, die bei Bedarf zwischen die Reihen gelegt werden.  Einjährige und mehrjährige Kräuter können in die Planung einbezogen werden. Zur Gründüngung und Flächenkompostierung (Mulchen) können neben Spinat z. B. auch Gelbsenf oder Ringelblumen zwischen die Reihen gesät werden. Das spart Wasser und fördert das Bodenleben.