Anfang September können im Freiland noch Spinat, Radieschen und Kresse gesät werden. Der Frühherbst ist auch die Zeit, in der Blumenzwiebeln, Wintersteckzwiebeln, Winterknoblauch und Erdbeeren gepflanzt werden. Letztere gern zusammen in ein Beet, denn der Knoblauch hält Pilze von den Erdbeerpflanzen fern. Spätestens Anfang September sollten Kürbisfrüchte auf Bretter oder umgedrehte stabile Holzkisten gesetzt werden, um sie vor Fäulnis zu schützen. Einige Kürbisse, vor allem früh gesetzte, kleinfruchtige Sorten, sind im Frühherbst schon erntereif. Auch Saatgut für das Folgejahr kann von vielen Pflanzen geerntet werden. Es gilt die Faustregel, das Saatgut immer von den Früchten zu gewinnen, die als erste reif wurden.
Wer die Spitzen seiner Tomatenpflanzen noch nicht gekappt hat, sollte es spätestens jetzt tun. Blätter, die Symptome von Braunfäule zeigen, werden sofort entfernt. Bei Tomatenpflanzen mit sehr hohem Besatz von grünen Früchten wird die Anzahl der Früchte reduziert. Damit haben die verbliebenen Tomaten eine höhere Chance auszureifen.
Auch die Spitze von früh gesäten, kräftigen Rosenkohlpflanzen kann im Frühherbst gekappt werden. Der Schnitt muss dabei immer schräg erfolgen, um die Pflanzen vor Fäulnis durch stehendes Wasser zu schützen. Die gekappten Spitzen können zu einer leckeren Kohlsuppe verarbeitet werden. Das durch die Kappung gebremste Längenwachstum der Pflanze führt zu einer besseren und gleichmäßigeren Entwicklung der Röschen.

